Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

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Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Wahlweise » Fr 27. Mai 2016, 21:29

"MSM ist das richtige Kriterium, weil klar definiert, operationalisierter und eh genau das was man meint wenn man von Schwulen redet." Entschuldigung, aber genau dieser Satz verdeutlicht, dass Sie von diesem Thema recht wenig Ahnung haben. Gehen Sie bitte mal in die Aids-Hilfen und lassen sich ein wenig darüber aufklären, warum man von MSM spricht, eben gerade nicht "was man meint, wenn man von Schwulen redet". Ich möchte Ihnen das gar nicht mal zum Vorwurf machen, dass Ihr Horizont da etwas eingegrenzt ist, weil Sie sich schlichtweg mit dem Thema Sexualität nicht beschäftigt haben. Nur dann können Sie mir nicht den Vorwurf machen, wenn Sie die Quellen fehlinterpretieren.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Danny » Fr 27. Mai 2016, 19:56

MSM ist das richtige Kriterium, weil klar definiert, operationalisierter und eh genau das was man meint wenn man von Schwulen redet. "Zudem ist bekannt, dass gerade diejenigen, die sich nicht als schwul definieren, aber MSM betreiben, diejenigen sind, die sich weniger testen und dadurch andere gefährden." Ja, und? Ist mir vollkommen egal wie die sich selbst nennen. "Daher kann man Ihre Zahlen als schlichtweg falsch bezeichnen." Warum fragst du nach Quellen, wenn du sie eh ignorierst? Wieviel % ist denn richtig? Es gibt dazu zig Studien in zig westlichen Ländern, von denen die meisten auf 10% bis 20% kommen, je nach Land. Die benutzen auch alle richtigerweise den Anknüpfungspunkt MSM. Natürlich nimmt das auch immer mehr zu, seitdem man davon nicht mehr stirbt. Die Entwicklung der allgemeinen Prävalenz in den letzten 20 Jahren ist jedenfalls dramatisch und durch nichts zu rechtfertigen.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Wahlweise » Fr 27. Mai 2016, 17:16

MSM schließt aber eben auch heterosexuelle und auch verheiratete und bisexuelle Männer mit ein, die sich nicht als schwul definieren. Von daher ist das schon mal falsch und die 20% sind weit ab vom Schuss. Zudem ist bekannt, dass gerade diejenigen, die sich nicht als schwul definieren, aber MSM betreiben, diejenigen sind, die sich weniger testen und dadurch andere gefährden. Bei der generalisierten Epidemie wird gar nicht erst auf die Sexualität abgehoben und man spricht allgemein von Personen. Daher kann man Ihre Zahlen als schlichtweg falsch bezeichnen.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Danny » Fr 27. Mai 2016, 17:03

Wahlweise: zB http://www.bag.admin.ch/hiv_aids/05464/05484/index.html?lang=de Das betrifft die Schweiz, in den USA kommen Studien etwa 20 bis 30%. Für Deutschland gibt es wenig Studien zur MSM-spezifischen Prävalenz. Siehe zB hier: http://magazin.hiv/2009/07/11/mediathek-berliner-forscher-entwickeln-schatzverfahren-10-prozent-der-schwulen-grosstadter-hiv-positiv/ Das ist aber die untere Grenze, weil man die MSM Prävalenz fast um ein drittel aufgerundet hat, ohne guten Grund, deshalb müsste man die % Zahlen mind. um 1/3 erhöhen. Die meisten leben natürlich in Berlin. Wo auch sonst. Ich fand die hohen Zahlen auch sehr überraschend, und v.a. die ständige Zunahme. HIV ist keineswegs besiegt oder so, im Gegenteil.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Danny » Fr 27. Mai 2016, 15:48

Thomas: Ist auch keine Theorie, sondern geltendes Recht: http://www.medienkorrespondenz.de/politik/artikel/laenderchefs-einigen-sich-auf-zdf-staatsvertragsnovelle.html "Die Länderchefs entschieden am 26. März in Berlin, dass im ZDF-Fernsehrat künftig auch ein Vertreter von homosexuellen und transsexuellen Menschen einen Sitz erhält. Diesen Platz wird das Land Thüringen vergeben, in dem seit Dezember vorigen Jahres Linkspartei, SPD und Grüne in einer Koalition unter Führung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) regieren." "Dass Thüringen diesen Sitz vergeben wird, hat letztlich zur Folge, dass aus dem Bereich „Jugend“ im ZDF-Fernsehrat künftig kein eigener Vertreter berufen wird."

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Wahlweise » Fr 27. Mai 2016, 15:38

Zur These: 10-20% der Schwulen haben HIV. Bitte zu dieser interessanten zahl eine Quellenangabe bzw. Rechnung.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Danny » Fr 27. Mai 2016, 15:29

cyrix: In der PKV zahlen Raucher und Übergewichtige durchaus die versicherungsmathematisch angemessen höheren Beiträge. In der GKV ist das System anders, aber auch da gibt es unverständliche Regelungen, zb dass Behandlungen die in folge von Schönheits-OPs notwendig werden nicht bezahlt werden (bzw nur vorgestreckt wird). Wenn die GKV Schwulen den Sexspass finanziert warum wird die Verschönerung von Frauen dann aktiv bekämpft, obwohl die viel billiger ist? Es geht hier auch garnicht darum, wer sich wann was leisten kann, sondern um die Anreizeffekte die durch solche staatliche Zwangseingriffe entstehen und deren negative Folgen. Es geht eigentlich nichtmal um Schwule an sich sondern um risikoreiches Verhalten. Auch Schwule können sich sexuell verantwortungsvoller verhalten, wovon sie sogar in erster Linie selbst profitieren würden. D.h. der Staat schadet den Schwulen sogar aktiv indem er diese Anreize setzt. Das Diskriminierungsverbot nach Art. 3 gilt eh nur für den Staat, nicht für private. Was du halt forderst und was heute leider sehr verbreitet ist, ist die Verstaatlichung des Privaten. Jeder diskriminiert ständig, zB schon wenn er die Frau mit grösseren Brüsten vorzieht. Frauen diskriminieren auch allgemein (von Natur aus) nach dem Risiko dass der potentielle Partner Geschlechtskrankheiten hat. Bei Schwulen vorsichtiger zu sein, sie also zu diskriminieren, ist für Frauen (im heutigen Deutschland) hochgradig rational. In anderen Ländern wie zB England wird das auch nicht so verheimlicht wie hier, da wird man als dt. Pärchen erstmal aufgeklärt wenn man in eine sexual health clinic geht. Thomas: Lies dir mal den ganzen Thread durch. Politisch ist der Contest mit Sicherheit, schon weil es von staatlichen Sendern veranstaltet wird, da gibt es auch zig Beispiele. Eine andere Frage ist, ob die Politik auch versucht diese Veranstaltung im Sinne der Volkserziehung zum Abbau der Diskriminierung von Schwulen, etc. zu nutzen. Dazu hab ich keine feststehende Meinung, weil ich mich damit nicht befasst hab. Jedenfalls in Deutschland gehört das wohl Programmauftrag der ÖR, deshalb würde mich das nicht wundern.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Thomas Frings » Fr 27. Mai 2016, 14:13

"In einer rein privatwirtschaftlich organisierten Welt wäre das natürlich anders, da würde jeder für genau die Dinge aufkommen, die er auch in Anspruch nimmt; bzw. kann nur diejenigen nutzen, die er sich leisten kann. Insofern würden quasi 100% aller Krebs-Behandlungen flachfallen, weil die einfach mal ziemlich teuer sind" Stimmt nicht, was man gerade am Beispiel Versicherung sieht. Wer den Schaden, gegen den er versichert ist, problemlos bezahlen kann, braucht keine Versicherung. Außerdem gibt es in Deutschland private Krankenversicherer, die selbstverständlich auch Krebsbehandlungen bezahlen. Zum Thema Schwule sage ich nichts. Schwachsinn ist es jedenfalls, in solch eine lächerliche Veranstaltung eine politische Botschaft reinzuinterpretieren. Ich persönlich weiß nicht einmal, wie der Sieger heißt. Glaube kaum, etwas verpasst zu haben. Aber manchen ist nichts zu doof, aber DAnny ist wohl nichts zulächerlich, um seine Theorien auszubreiten.

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von cyrix » Fr 27. Mai 2016, 12:54

LOL, du hast ein lustiges Weltbild. Aber ok, wahrscheinlich grenzt du sowieso alle aus, die nicht gerade deine engstirnige Weltsicht haben. Nur so as Tipp: Weder werden Raucher oder Übergewichtige in der gesetzlichen Krankenversicherung stärker zur Kasse gebeten, noch wird man als reiner Fahrrad-Fahrer von den Investitionsausgaben im Straßen- (z.B. Autobahn-)bau entlastet. Warum? Weil es um eine gesamtstaatliche Aufgabe geht. In einer rein privatwirtschaftlich organisierten Welt wäre das natürlich anders, da würde jeder für genau die Dinge aufkommen, die er auch in Anspruch nimmt; bzw. kann nur diejenigen nutzen, die er sich leisten kann. Insofern würden quasi 100% aller Krebs-Behandlungen flachfallen, weil die einfach mal ziemlich teuer sind. (Generell sollte man alten Menschen in dieser Ideologie solch horrende Versicherungsprämien aufdrücken, weil die ja den überwiegenden Anteil an den Gesundheitskosten erzeugen. Und erst die Pflege...) Aber ok, wer mit Phrasen wie "einen angemessen diskriminierenden Umgang" um sich wirft, der kann nicht viel mit dem GG (u.A. der allgemeinen Menschenwürde, Art. 1, und dem Diskriminierungsverbot nach Art. 3) am Hut haben. Zum Glück leben wir in einer pluralistischen Gesellschaft und nicht in einer Diktatur, wie sie sich Danny vorstellt...

Grand Prix (aka Eurovision Song Contest)

von Danny » Fr 27. Mai 2016, 12:43

Doch, gleiche Behandlung kann dann Bevorzugung sein, wenn es um wesentlich verschiedene Sachverhalte geht. Wenn der Staat sich über Schulbildung und Medien steuerfinanziert in den privaten gesellschaftlichen Umgang mit Schwulen einmischt ist das schon mal an sich ein Problem, weil es den Staat einfach nichts angeht. Das kostet nicht nur Geld, sondern verhindert dass die Gesellschaft zu einen angemessen diskriminierenden Umgang mit Schwulen findet. Dadurch dass der Staat ein unberechtigt gutes Image erzwingt finden notwendige Anpassungen nicht statt. Um das nur mal anzudeuten: Schwule (insgesamt) zeigen (heute) ein extrem riskantes Sexualverhalten, einfach weil sie vergleichsweise häufig Partner wechseln und riskante Praktiken bevorzugen. 10-20% der Schwulen haben HIV und die meisten Menschen mit HIV sind schwul. Das gleiche gilt für fast alle anderen STDs. Mir wär das egal, wenn Schwule nicht mit Frauen schlafen würden, aber sie tun es eben doch, auch überraschend häufig, und verbreiten dadurch Geschlechtskrankheiten. Ohne die Schwulenszene hätte es die AIDS-Epidemie so nicht gegeben; Kondome wären zB für Heterosexuelle weitgehend überflüssig. Direkte Bevorzugung gibt es zB in der Krankenversicherung. Männer die Sex mit Männern haben verursachen statistisch extrem überproportionale Kosten, die aber zwangssozialisiert werden. Und trotz der ganzen Kondomwerbung etc. produziert die Schwulenszene jedes Jahr tausende Neuinfektionen, die Prävalenz nimmt beständig zu. Und warum? Weil sie die Kosten nicht tragen müssen und der Staat aktiv die normalen gesellschaftlichen Abwehrreaktionen verhindert. Den Schwulen selbst ist das garnicht mal vorzuwerfen; die verhalten sich nur rational im Lichte der Anreize. Genau wie übrigens die Flüchtlinge.

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