von Ratinger Linke » Mo 22. Feb 2010, 16:47
Ob man Listenwahl oder Personenwahl als demokratischer betrachten kann, hängt von den Umständen ab. Wenn es Konflikte gibt, hat die Listenwahl sicher Vorteile; insbesondere ist es richtig, dass bei der Personenwahl die Mehrheit 100% der Sitze bestimmen kann (und praktisch auch wird, wenn die Konfliktlinien klar sind, z.B. entlang Abteilungsgrenzen). Wenn es keine Konflikte (im weiteren Sinn) gibt, dann ist eine Verhältniswahl relativ sinnlos. Bei einem harmonischen Verhältnis ist allerdings das Wort "Demokratie" weit hergeholt. Die Wahl ist dann lediglich ein technisches Mittel zur Bestimmung einer Vertretung; in kleineren Betrieben ließe sich das dann prinzipiell auch anders als durch Wahl vernünftig regeln. Der sehr weitgehende Systembruch bei mehr als 1 Liste ist hier tatsächlich eher problematisch. Insbesondere lässt sich dadurch durch eine Scheinliste die Wahl u.U. fast ganz aushebeln. Wobei es im Konfliktfall wohl meistens auch eine zweite echte Liste geben würde. @Gerd: Wenn die Einreichungsfrist noch nicht vorbei ist, besteht jedenfalls die Möglichkeit, sich noch auf einer zweiten Liste aufstellen zu lassen und auf die resultierende Aufforderung des Wahlvorstands, sich zwischen beiden zu entscheiden, nicht zu reagieren. Dann wird man von allen Listen gestrichen.
Ob man Listenwahl oder Personenwahl als demokratischer betrachten kann, hängt von den Umständen ab. Wenn es Konflikte gibt, hat die Listenwahl sicher Vorteile; insbesondere ist es richtig, dass bei der Personenwahl die Mehrheit 100% der Sitze bestimmen kann (und praktisch auch wird, wenn die Konfliktlinien klar sind, z.B. entlang Abteilungsgrenzen). Wenn es keine Konflikte (im weiteren Sinn) gibt, dann ist eine Verhältniswahl relativ sinnlos. Bei einem harmonischen Verhältnis ist allerdings das Wort "Demokratie" weit hergeholt. Die Wahl ist dann lediglich ein technisches Mittel zur Bestimmung einer Vertretung; in kleineren Betrieben ließe sich das dann prinzipiell auch anders als durch Wahl vernünftig regeln. Der sehr weitgehende Systembruch bei mehr als 1 Liste ist hier tatsächlich eher problematisch. Insbesondere lässt sich dadurch durch eine Scheinliste die Wahl u.U. fast ganz aushebeln. Wobei es im Konfliktfall wohl meistens auch eine zweite echte Liste geben würde. @Gerd: Wenn die Einreichungsfrist noch nicht vorbei ist, besteht jedenfalls die Möglichkeit, sich noch auf einer zweiten Liste aufstellen zu lassen und auf die resultierende Aufforderung des Wahlvorstands, sich zwischen beiden zu entscheiden, nicht zu reagieren. Dann wird man von allen Listen gestrichen.