von Martin Fehndrich » Di 4. Jun 2019, 20:46
"Wieso eigentlich Blockade? Es ist immer noch eine Wahl" Den semantischen Konflikt sehe ich nicht. Durch den Wahlausgang wird für die AfD halt der Posten blockiert. "das Hintertürchen hat sich aber die AfD selber zugemauert mit der Aussage, man wolle eine Koalition mit einer CDU, die sich unterordnet ... Wer ist hier wohl der Giftmischer?" Beide Seiten führen derzeit eine harte Auseinandersetzung miteinander, und ohne Revolution in der CDU wird es dieses Jahr auch zu keiner Koalition mehr zwischen den beiden kommen. Wenn man dem anderen aber ein Amt, dass ihm der Größe nach zusteht, verweigert, dann ist das im Grunde etwas, womit man dem anderen die grundsätzliche Legitimität als Partei und Konkurrenz abspricht. An einer solchen zusätzlichen Vergiftung hat die CDU-Sachsen meines Erachtens kein Interesse, allein schon um strategisch in der zu erwartenden Drei-bis-Vier-Parteien-Koalition im Vorteil zu sein. Auf der anderen Seite: Sollte der AfD am Ende wirklich der Posten des Präsidenten zustehen, wäre das natürlich einer, den die CDU selbst gern besetzen würde. "Bei Rote-Socken-Kampagnen der Union hat dieses Ausgrenzungsargument auch nie eine Rolle gespielt." Die CDU möchte die AfD-Wähler zurückgewinnen. Bei der Linken hatte die Ausgrenzung hingegen den Vorteil, dass es um eine Beschneidung der Koalitionsoptionen der SPD ging und nicht der eigenen.
"Wieso eigentlich Blockade? Es ist immer noch eine Wahl" Den semantischen Konflikt sehe ich nicht. Durch den Wahlausgang wird für die AfD halt der Posten blockiert. "das Hintertürchen hat sich aber die AfD selber zugemauert mit der Aussage, man wolle eine Koalition mit einer CDU, die sich unterordnet ... Wer ist hier wohl der Giftmischer?" Beide Seiten führen derzeit eine harte Auseinandersetzung miteinander, und ohne Revolution in der CDU wird es dieses Jahr auch zu keiner Koalition mehr zwischen den beiden kommen. Wenn man dem anderen aber ein Amt, dass ihm der Größe nach zusteht, verweigert, dann ist das im Grunde etwas, womit man dem anderen die grundsätzliche Legitimität als Partei und Konkurrenz abspricht. An einer solchen zusätzlichen Vergiftung hat die CDU-Sachsen meines Erachtens kein Interesse, allein schon um strategisch in der zu erwartenden Drei-bis-Vier-Parteien-Koalition im Vorteil zu sein. Auf der anderen Seite: Sollte der AfD am Ende wirklich der Posten des Präsidenten zustehen, wäre das natürlich einer, den die CDU selbst gern besetzen würde. "Bei Rote-Socken-Kampagnen der Union hat dieses Ausgrenzungsargument auch nie eine Rolle gespielt." Die CDU möchte die AfD-Wähler zurückgewinnen. Bei der Linken hatte die Ausgrenzung hingegen den Vorteil, dass es um eine Beschneidung der Koalitionsoptionen der SPD ging und nicht der eigenen.