von Paul » Do 18. Mai 2017, 08:40
Guten Morgen, Dies ist mein 1. Beitrag hier, ich hoffe, das Thema wurde nicht schon breit diskutiert - habe nix gefunden. Da es bei der Bundestagswahl und den meisten Landtagswahlen inzwischen Ausgleichsmandate gibt, hat die Erststimme ja nur noch durch unvorhersehbare Rundungseffekte einen Einfluss auf die Parlamentszusammensetzung (und einen Einfluss auf die Parlamentsgröße). Das heisst aber ja das auch das letzte Element der Direktwahl verloren gegangen ist und einfach ein Vergeben der Erststimme danach, welcher den beiden aussichtsreichen Kandidaten (nehmen wir der Einfachheit halber mal an, es gibt nur 2 Kandidaten, die Chancen haben den Wahlkreis zu gewinnen) ist nicht zielführend, da er im Falle des Wahlsieges ja einen anderen Kandidaten derselben Partei aus dem Parlament schmeißt. Wenn ich nun nicht einen Kandidaten danach wählen möchte, wer besser für „meinen“ Wahlkreis ist, dann kann ich doch nur noch versuchen beide chancenreichen Kandidaten jeweils mit den Kandidaten derselben Parteien auf den nicht sicheren aber noch chancenreichen Listenplätzen zu vergleichen und dann u. U. einen „gemäßigten“ Kandidaten einer Partei, die ich ansonsten ablehne, zu wählen, anstatt einen „naja“-Kandidaten meiner bevorzugten Partei. Lange Erklärung - kurze Frage: Ist das so richtig? Gruß, Paul
Guten Morgen, Dies ist mein 1. Beitrag hier, ich hoffe, das Thema wurde nicht schon breit diskutiert - habe nix gefunden. Da es bei der Bundestagswahl und den meisten Landtagswahlen inzwischen Ausgleichsmandate gibt, hat die Erststimme ja nur noch durch unvorhersehbare Rundungseffekte einen Einfluss auf die Parlamentszusammensetzung (und einen Einfluss auf die Parlamentsgröße). Das heisst aber ja das auch das letzte Element der Direktwahl verloren gegangen ist und einfach ein Vergeben der Erststimme danach, welcher den beiden aussichtsreichen Kandidaten (nehmen wir der Einfachheit halber mal an, es gibt nur 2 Kandidaten, die Chancen haben den Wahlkreis zu gewinnen) ist nicht zielführend, da er im Falle des Wahlsieges ja einen anderen Kandidaten derselben Partei aus dem Parlament schmeißt. Wenn ich nun nicht einen Kandidaten danach wählen möchte, wer besser für „meinen“ Wahlkreis ist, dann kann ich doch nur noch versuchen beide chancenreichen Kandidaten jeweils mit den Kandidaten derselben Parteien auf den nicht sicheren aber noch chancenreichen Listenplätzen zu vergleichen und dann u. U. einen „gemäßigten“ Kandidaten einer Partei, die ich ansonsten ablehne, zu wählen, anstatt einen „naja“-Kandidaten meiner bevorzugten Partei. Lange Erklärung - kurze Frage: Ist das so richtig? Gruß, Paul