Vorwahlsystem in den USA

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Vorwahlsystem in den USA

von tg » Fr 16. Okt 2009, 21:13

Na ja, das Weiße Haus steht schon im DC, aber wenn ich mich richtig an die Wahlnacht von 2004 erinnere, da hat Bush seine Stimme in Texas abgegeben. Das müßte dann also auch als sein Hauptwohnsitz gegolten haben.

Vorwahlsystem in den USA

von Thomas Frings » Fr 16. Okt 2009, 20:28

@Interessierter Sie brauchen nur die Verfassung lesen: The Senate of the United States shall be composed of two Senators from each state, chosen by the legislature thereof, for six years; and each Senator shall have one vote. Das Schöne an der U

Vorwahlsystem in den USA

von Florian das Original » Fr 16. Okt 2009, 19:20

"Ich habe gelesen, dass die Abgeordneten im R.-Haus dann (nach einer Ordnung, die natürlich nie angewendet wurde) nach Staat wählen." Das ist nicht nur eine "Ordnung", das steht so in der Verfassung. Und: Oh doch, das wurde auch schon zweimal angewandt: 1800 wurde Jefferson auf diese Weise Präsident und 1824 John Quincy Adams.

Vorwahlsystem in den USA

von Wahlticker » Fr 16. Okt 2009, 16:04

"Das ist interessant. Demnach war die USA früher wesentlich föderaler organisiert." Die USA sind sehr föderal organisiert. Beispielsweise muss der Präsident seinen Wohnsitz in Washington D.C. haben, welches zu keinem Bundesstaat gehört, da er ansonsten in vielen Fragen dem Gouverneur seines Staates untegeordnet wäre. Aus diesem Grund gehört Washington zu keinem Staat. Die Bürger Washingtons waren aus diesem Grund lange Zeit auch bei Wahlen nicht Wahlberechtigt.

Vorwahlsystem in den USA

von Interessierter » Fr 16. Okt 2009, 15:32

[b]@Thomas Frings[/b] "Bei der Präsidentschaftswahl ist eine Volkswahl bis heute nicht zwingend, sie sind da frei. Sie könnten z.B. die Wahlmänner von der Staatenlegislative wählen lassen oder sie proportional verteilen. Beim Repräsentantenhaus war Volkswahl dagegen von Anfang an zwingend, für den Senat ist sie das seit 1916. Seit 1967 ist es auch verpflichtend, daß die Abg. des Repräsentantenhauses in Einerwahlkreisen zu wählen sind. Das war zwar auch schon vorher in aller Regel der Fall, aber nicht durchgehend (z.B. wählte New Mexico bis dahin beide Abgeordneten im ganzen Staat, 1962 wurden alle 7 Abg. aus Alabama in einem einzigen Wahlkreis gewählt). Die genaue Ausgestaltung, also z.B. Vorwahlen (die es in Louisiana nicht gibt) und ob relative oder absolute Mehrheit erforderlich ist (letzteres ist der Fall in Georgia, Louisiana und Texas), entscheiden die Staaten aber selbst." Eine historische Frage: Wie wurden die Senatoren vorher bestimmt? Die wurden dann von den lokalen Parlamenten gewählt oder? Das ist interessant. Demnach war die USA früher wesentlich föderaler organisiert. @Repräsentatantenhaus wählt: Ich habe gelesen, dass die Abgeordneten im R.-Haus dann (nach einer Ordnung, die natürlich nie angewendet wurde) nach Staat wählen. Sie müssen sich dabei auch eine Stimme einigen, passiert das nicht, ist es wohl so, dass die Stimme verflogen ist. Könnte man mir vielleicht noch die obige Frage beantworte, ob es so ein Wahlsystem schon gibt, bzw. ob und wann es historischen angewendet wurde? Ich frage nur aus Neugier...

Vorwahlsystem in den USA

von Thomas Frings » Fr 16. Okt 2009, 09:36

"Bezieht sich das auf die Wahl der Wahlmänner, die Vorwahl oder auf den Senat/das Repräsentantenhaus? Ich muss mich entschuldigen, dass ich hier nachfragen muss." Bei der Präsidentschaftswahl ist eine Volkswahl bis heute nicht zwingend, sie sind da frei. Sie könnten z.B. die Wahlmänner von der Staatenlegislative wählen lassen oder sie proportional verteilen. Beim Repräsentantenhaus war Volkswahl dagegen von Anfang an zwingend, für den Senat ist sie das seit 1916. Seit 1967 ist es auch verpflichtend, daß die Abg. des Repräsentantenhauses in Einerwahlkreisen zu wählen sind. Das war zwar auch schon vorher in aller Regel der Fall, aber nicht durchgehend (z.B. wählte New Mexico bis dahin beide Abgeordneten im ganzen Staat, 1962 wurden alle 7 Abg. aus Alabama in einem einzigen Wahlkreis gewählt). Die genaue Ausgestaltung, also z.B. Vorwahlen (die es in Louisiana nicht gibt) und ob relative oder absolute Mehrheit erforderlich ist (letzteres ist der Fall in Georgia, Louisiana und Texas), entscheiden die Staaten aber selbst.

Vorwahlsystem in den USA

von Interessierter » Fr 16. Okt 2009, 08:04

[b]@Thomas Frings[/b] "Da die Mitglieder des Repräsentantenhauses nur höchstens drei Personen zur Auswahl haben und die Senatioren nur zwei, sind logischerweise alle Stimmen ungültig, die nicht auf eine dieser Personen lauten." Das bezog sich eigentlich auf die Wahlmänner. Aber es stimmt: Wenn eine ungültige Stimme mitgezählt wird, also nicht wie hier rausgerechnet, kann man sich de facto enthalten. [b]@Thomas Frings[/b] "Das ist nicht zwingend. Das Wahlverfahren ist den Staaten überlassen. In Nebraska und Maine gibt es ja u.U. eine Minderheitsvertretung. Theoretisch muß ein Staat nicht einmal eine Volkswahl der Wahlmänner durchführen." Bezieht sich das auf die Wahl der Wahlmänner, die Vorwahl oder auf den Senat/das Repräsentantenhaus? Ich muss mich entschuldigen, dass ich hier nachfragen muss. [b]@all:[/b] Ich hätte noch eine Frage: Wie nennt man ein Wahlsystem, bei dem z.B. die Staaten (oder Wahlkreise) eine bestimmte Anzahl an Mandaten haben, die, wenn eine Partei die absolute Mehrheit erlangt, alle dieser Partei gutgeschrieben werden und sonst (keine absolute Mehrheit) nach Verhältniswahlrecht verteilt werden? Wäre das ein Verhältnis- oder ein Mehrheitswahlsystem?

Vorwahlsystem in den USA

von Wahlticker » Fr 16. Okt 2009, 07:10

Genau das hat Ratinger Linke doch gesagt

Vorwahlsystem in den USA

von Wilko Zicht » Do 15. Okt 2009, 23:57

Die Vereinbarung tritt aber erst in Kraft, wenn die ihr beigetretenen Staaten eine Mehrheit im Electoral College haben. Siehe Artikel 4: http://www.nationalpopularvote.com/pages/misc/888wordcompact.php

Vorwahlsystem in den USA

von Ratinger Linke » Do 15. Okt 2009, 23:47

Maryland, New Jersey, Illinois, Hawaii und Washington haben ja die direkte Volkswahl der Wahlmänner im Zuge des National Popular Vote Interstate Compact bereits abgeschafft und geben ihre Wahlmänner stattdessen pauschal dem USA-weit Führenden, sobald das Kartell damit die Mehrheit im Wahlmännerkollegium kontrollieren können. Dann dürfte sich das Thema in der Praxis eh erledigt haben.

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