von Thomas Frings » Mi 24. Jan 2018, 22:59
"Der Wahlrechtsmainstream der Bundesländer stammt aus einer Zeit, bevor die Grünen sich gegründet haben." Stimmt teilweise. Die Zweitstimme wurde außer in Bayern und Berlin erst nach Gründung der Grünen eingeführt, Einerwahlkreise gab es außer in Rheinland-Pfalz und natürlich im Osten schon vorher. Dass ändert aber nichts daran, dass den Grünen dies offenbar lieber ist als die Regelung in BW. "Es ging mir um die Aufstellungsversammlungen, bei denen die Grünen eher zur Mitgliederversammlung neigen, während andere Parteien häufiger (auch aufgrund der Masse) auf Delegierte setzen. Und auch etwa um Urwahlen." Stimmt nicht, wie schon gesagt. Außer CDU und SPD haben die Parteien sowieso kaum genügend Mitglieder je Wahlkreis für ein Delegiertensystem, aber selbst bei denen ist die Mitgliederversammlung inzwischen üblich. Beispiel mit über 900 Teilnehmern: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb-donau/manuel-hagel-ist-landtagskandidat-der-cdu-im-wahlkreis-ehingen-18766439.html So hoch war die Teilnehmerzahl natürlich nur, weil der Amtsinhaber nicht mehr antrat. Vor der letzten Bundestagswahl gab es bei der Mitgliederversammlung der CDU in Cloppenburg-Vechta 1837 Teilnehmer bei 7300 Mitgliedern dort, auch da war der Sitz offen. http://www.cdu-cloppenburg.de/lokal_1_5_4_Silvia-Breher-Gewinnt-Urwahl.html
"Der Wahlrechtsmainstream der Bundesländer stammt aus einer Zeit, bevor die Grünen sich gegründet haben." Stimmt teilweise. Die Zweitstimme wurde außer in Bayern und Berlin erst nach Gründung der Grünen eingeführt, Einerwahlkreise gab es außer in Rheinland-Pfalz und natürlich im Osten schon vorher. Dass ändert aber nichts daran, dass den Grünen dies offenbar lieber ist als die Regelung in BW. "Es ging mir um die Aufstellungsversammlungen, bei denen die Grünen eher zur Mitgliederversammlung neigen, während andere Parteien häufiger (auch aufgrund der Masse) auf Delegierte setzen. Und auch etwa um Urwahlen." Stimmt nicht, wie schon gesagt. Außer CDU und SPD haben die Parteien sowieso kaum genügend Mitglieder je Wahlkreis für ein Delegiertensystem, aber selbst bei denen ist die Mitgliederversammlung inzwischen üblich. Beispiel mit über 900 Teilnehmern: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb-donau/manuel-hagel-ist-landtagskandidat-der-cdu-im-wahlkreis-ehingen-18766439.html So hoch war die Teilnehmerzahl natürlich nur, weil der Amtsinhaber nicht mehr antrat. Vor der letzten Bundestagswahl gab es bei der Mitgliederversammlung der CDU in Cloppenburg-Vechta 1837 Teilnehmer bei 7300 Mitgliedern dort, auch da war der Sitz offen. http://www.cdu-cloppenburg.de/lokal_1_5_4_Silvia-Breher-Gewinnt-Urwahl.html