Vorwahlsystem in den USA

Mitdenker
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Mitdenker »

Das Vorwahlsystem in den USA sollte reformiert werden. Es hat die folgenden Probleme. Bitte macht Verbesserungsvorschläge. Die Vorbereitung auf die Vorwahl begann schon direkt nach dem letzten bundesweiten Wahltag, dem 07.11.2006. Die Bewerber sind z. T. Amtsträger. Daher sind sie in ihrer Amtsführung enorm abgelenkt. Die Wahlversammlungen in Iowa waren schon am 03.01.2008. Einige "Landesverbände" der Parteien wurden von den Vorständen der Bundesparteien bestraft, weil sie ihre Termine vorverlegt hatten. Die Finanzierung ist zu teuer. Die Bewerber sammeln viel Geld, welches zumeist von Firmen kommt. Werbefilme am Super-Dienstag sind fast unbezahlbar. Die Bewerber führen teilweise Schlammschlachten gegeneinander. Sie sollten besser sich Sachargumenten überzeugen. Die Bewerber überlegen teilweise schon nach den Lokalen Wahlversammlungen in Iowa aufzuhören. Außerdem ist die Debatte um den Vizepräsidentschaftskandidaten immer kurios. Meine Lösungsvorschläge: Die Vorwahlen werden im Jahr 2012 ab Anfang Februar und ab dem Jahr 2016 ab Anfang März anfangen. Die Vorwahlen enden spätenstens Ende Mai. Jeder Bewerber tritt in allen Staaten an. Der Beginn in Iowa und New Hampshire wird beibehalten. Am Super-Dienstag wird höchstens in 10 Staaten je Partei gewählt. Es gibt eine staatliche Finanzierung, die sich nach der Stimmenzahl bei den Vorwahlen bemisst. hier: 1 US Dollar für 1 Stimme. Die Spenden werden mittels einer Obergrenze auf 10 Millionen US Dollar pro Bewerber gedeckelt. Die Bewerber treten an jedem Wahltag (in der Regel ein Dienstag) mit einem anderen Bewerber als Kombinationsvorschlag an, z. B. in Iowa Huckabee/McCain bzw. McCain/Huckabee und in New York McCain/Romney bzw. Romney/McCain. Diese Kombinationen werden vorher ausgelost und zählen bei der Stimmenvergabe für die Präsidentschafts- bzw. Vizepräsidentschaftnoninatur mit.
Roland (Unregistrierter Gast)

Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Roland (Unregistrierter Gast) »

Eigentlich wäre es richtig, diesen Thread ohne Antwort in den Tiefen des Forums verschwinden zu lassen. Aber da die erstaunliche Vielgestaltigkeit der Verfahren ja doch überrascht, sei an folgendes erinnert: 1. Es geht (nach deutschen Vorstellungen) um die parteininternen Verfahren zur Kür eines Kanzlerkandidaten oder Präsidentschaftsbewerbers. Diese Verfahren sind dem deutschen Wahlrecht vollkommen gleichgültig. 2. Selbst wenn wir nach dem Maß deutscher Wahlen messen würden, ist uns das parteiinterne Nominierungsverfahren weitgehend egal. Es wird nur sanktioniert, wenn "demokratische Grundprinzipien" oder Formalien verletzt sind. Diese Hürden dürften alle 50*2+x Vorwahlverfahren der USA allemal nehmen (x sind die sehr vielen Wahlriten der Parteien, die wir gar nicht im Radar haben). 3. Und das Ergebnis des Vorwahlkonzepts - gerade wegen der Elemente, die hier im Ausgangspost negativ bestetzt werden - führt zu dem bemerkenswerten Ergebnis, dass für die entscheidende Wahl dann nur Bewerber zur Verfügung stehen, die bereits für ihre Kandidatur sehr viel leisten mussten. Wie könnte man die Vorauswahl der Kandidaten in einem Präsidialsystem denn besser organisieren? JEDER der Vorschläge des Ausgangsposts würden die Funktionsfähigkeit des Systems dagegen verschlechtern.
juwie
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von juwie »

@Roland "Eigentlich wäre es richtig, diesen Thread ohne Antwort in den Tiefen des Forums verschwinden zu lassen." Allerdings!
Mitdenker
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Mitdenker »

Dieses Vorwahlsystem krankt daran, dass es aus allen Fugen gerät!
tg
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von tg »

Wieso gerät das Vorwahlsystem aus den Fugen? Hat doch dieses Jahr alles gut funktioniert.
Mitdenker
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Mitdenker »

Der Super Dienstag ist völlig überfrachtet. Manche Staaten wollten, z. B. schon im Dezember 2007 Vorwahlen abhalten. Die Kampagnen zwischen Barack Obama und Hillary Clinton waren zu hart geführt. Der Vorwahlkampf ist zu lang und zu teuer. Es gibt weitere Punkte, die ich oben erläutert habe.
Good Entity

Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Good Entity »

Der Vorwahlkampf ist zu lang und zu teuer. Wieso? Niemand wird gezwungen, Präsident der USA zu werden oder am Vorwahlkampf teilzunehmen. Offensichtlich finden sich immer wieder genügend Interessenten, und zwar mehr als benötigt. Lösungsvorschlag: Es gibt eine [b]staatliche Finanzierung[/b], die sich nach der Stimmenzahl bei den Vorwahlen bemisst. hier: 1 US Dollar für 1 Stimme. Wozu, wenns auch so geht? Staatsknete für privaten Wahlkampf ist bäh, jedenfalls nach Meinung der meisten Amerikaner. Außerdem ist die Debatte um den Vizepräsidentschaftskandidaten immer kurios. Naja, aus unserem bundesdeutschen Kuriositätenkabinett hätten wir dann ja auch einiges anzubieten, etwa aktuell zur Wahl des/der hessischen Ministerpräsident(e/i)n.
tg
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von tg »

Was ist kurios daran, daß ein designierter Regierungschef sein wichtigstes Kabinettsmitglied bestimmt? Wer schon nach Iowa aufgibt, ist selber schuld - Bush 2000 und McCain 2008 haben trotz Anfangs-Niederlage noch die Nominierung geholt. Ob ein Wahlkampf mit Sachargumenten oder als Schlammschlacht geführt wird oder gar zu hart ist - wer will darüber urteilen oder es gar reglementieren? Über das Wahlsystem geht das schon mal gar nicht. Ob ein Bewerber in allen Staaten antritt oder nur in einigen, darüber befinden er und die einzelnen Staaten, da hat sich der Bund nicht einzumischen.
Mitdenker
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von Mitdenker »

Das Vorwahlsystem wurde eingeführt, damit die Anhänger der Parteien die Möglichkeit haben, ihren Bewerber auszusuchen. Unter den heutigen Bedingungen treten viele Superreiche an, die schon alles erreicht haben, außer das Präsidentenamt besetzt zu haben. Das kann nicht im Sinne der Parteianhänger sein! Der spannende Wahlkampf, zwischen Barack Obama und Hillary Clinton, hat einen tiefen Graben durch die Demokratische Partei gerissen. Er wurde bisher nur mühsam gekittet. Und alles wegen einiger Vorwahlen, zwischen Personen, die sich inhaltlich kaum unterscheiden. Diese spannende Vorwahlen überdecken die Schwächen des US Vorwahlsystems. Wer Präsident werden will, sollte in allen Staaten antreten. Dies meine ich sowohl als Forderung, als auch als Tatsache. Warum sollte sich denn ein Bewerber, vor dem Einwohnern eines bestimmten Staates verstecken? Rudolph Guilliani ist es nicht gut bekommen, erst für Florida wirklich Werbung zu machen. Sarah Palin war bis Freitag letzter Woche, selbst den meisten Amerikanern, völlig unbekannt. Sie könnte, innerhalb der nächsten vier Jahre, zur Präsidenten werden, obwohl sie sich keiner Vorwahl gestellt hat. Dies kann nicht im Sinne der US Bürger sein. Good Entity und tg, Ihr scheint dem US Vorwahlsystem kritiklos gegenüber zu stehen. Frei nach dem Motto: Wenn die US Amerikaner etwas machen, ist das auch sinnvoll. Im Forum von Election.de wurden Anfang des Jahres die Probleme, aus der Sicht der Forumsteilnehmer, benannt. Die Foristen dort, nun auf Webmart, befassen sich intensiv mit der US Präsidentschaftwahlen. Daraufhin habe ich mir eigene Gedanken gemacht.
tg
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Vorwahlsystem in den USA

Beitrag von tg »

Nein. Kritik an einzelnen Aspekten der Vorwahlen habe ich hier geübt: http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/3110.html Aber die von Ihnene genannten Vorschläge verbessern nichts oder lösen nicht vorhandene Probleme, z.B.: "Unter den heutigen Bedingungen treten viele Superreiche an, die schon alles erreicht haben, außer das Präsidentenamt besetzt zu haben." Skuril, da Obama sich eher des entgegengesetzten Vorwurfs erwehren muß: Präsident werden zu wollen, ohne vorher im Leben etwas erreicht zu haben. "Außerdem ist die Debatte um den Vizepräsidentschaftskandidaten immer kurios." Für kurios halte ich nicht, daß ein Chef seinen engsten Mitarbeiter selbst aussucht, sondern die Möglichkeit, daß dem Präsidenten ein unerwünschter Vize zugewiesen wird. Das Ergebnis der Wahl kann ja auch lauten: Präsident Obama mit Vizepräsidentin Palin. Da sehe ich viel größeren Reformbedarf im Wahlverfahren. (Beitrag nachträglich am 01., September. 2008 von tg editiert)
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