Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Ruedi Lais

Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Ruedi Lais »

Nicht nur Graubünden erhält ein neues Proporzwahlrecht. Im Kanton Zürich soll unter dem neuen Markennamen "Neues Zürcher Zuteilverfahren NZZ" die Doppeltporportionale Divisormethode mit Standardrundung nach Prof. F. Pukelsheim eingeführt werden. Für sie kursiert jetzt der Name Doppelter Pukelsheim. http://www.statistik.zh.ch/wahlen/pukelsheim/ Da diese Methode gegenüber Hagenbach-Bischoff die grossen Parteien nicht bevorzugt, soll nach deren Willen eine Sperrklausel von 5% in mind. einem Bezirk gelten. Der Kanton Zürich muss ein neues Wahlverfahren einführen, weil das Bundesgericht die heutige Wahlkreiseinteilung mit zT. <10 Sitzen im Wahlkreis als zuwenig proporzgerecht für verfassungswidrig erklärt hat.
Georg Binninger
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Georg Binninger »

Hallo, da ist ja interessant, ich hab versucht, das nachzulesen, aber auf der Seite steht nur Java Code, wie kann man das starten, oder das Verfahren nachlesen?
Ruedi Lais

Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Ruedi Lais »

Auf den Folien werden unsere letzten Wahlen mit dem neuen Verfahren nachvollzogen. Detaillierte Abhandlungen habe ich nur auf Papier unseres Experten F. Pukelsheim. Ruedi
Martin Fehndrich
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Martin Fehndrich »

Ein NZZ Artikel dazu: http://www.math.uni-augsburg.de/stochastik/pukelsheim/nzz.html Im Prinzip wie bei der Bundestagswahl mit verbundenen Landeslisten und Ober und Unterverteilung, allerdings nach Sainte Lague statt Hare-Niemeyer, was für den Bundestag z.Z. ja auch überprüft wird.
Georg Binninger
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Georg Binninger »

Hallo eine Frage an Martin Fehndrich, im Ernst wird auf Bundesebene eine Änderung des Berechnungsverfahren diskutiert, das wäre mir neu??
Martin Fehndrich
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Martin Fehndrich »

In einer Entschließung (BT 14/1560 S.3) wird die Bundesregierung um Prüfung gebeten, ob die Wahlrechtsvorschriften dahin gehend zu ändern sind, daß das zur Verteilung der Sitze auf die Listenverbindungen und Landeslisten angewandte Berechnungsverfahren nach Hare-Niemeyer (§ 6 Abs. 2, § 7 Abs. 3 Bundeswahlgesetz) durch das Verfahren nach Sainte-Laguë ersetzt wird, ... Der Bericht wurde voriges Jahr fertig gestellt und den zuständigen Ausschüssen übermittelt, allerdings noch nicht veröffentlicht.
Georg Binninger
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Georg Binninger »

Eine Frage, ich habe den Artikel aus der neuen Züricher Zeitung gelesen, aber die Beschreibung in der Zeitung erscheint mir nicht ganz vollständig. Zunächst werden in einer Oberzuteilung die 180 Kantonratssitze mit Divisor/Standardrundung auf die einzelnen Parteien/Listen verteilt. In der Unterverteilung werden diese Parteisitze dann wieder nach Sainte-Laguë auf die Wahlkreise aufgeteilt. Das ähnelt doch irgendwie dem (deutschen) Bundeswahlrecht, nur das hhier nach Hare / Niemeyer verteilt wird, oder?
Martin Fehndrich
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Beitrag von Martin Fehndrich »

@Georg Ja. Das ist im Prinzip das, was wir für den Bundestag vorschlagen (nur ohne Erststimmen, Wahlkreise und Überhangmandate).
Philipp Wälchli

Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Philipp Wälchli »

Am 24. 2. 2008 haben sowohl der Kanton Aargau als auch der Kanton Schaffhausen den "doppelten Pukelsheim" als neues Wahlsystem eingeführt, nachdem es der Kanton Zürich bereits erstmals eingesetzt hatte. In beiden Kantonen wird es auch 2008 gleich zur Anwendung gelangen. Aargau war übrigens vom Bundesgericht verpflichtet worden, eine neue Lösung zu suchen, die auch in kleinen Wahlkreisen mit wenig Sitzen eine "proporzgerechte" Verteilung erlaube. In beiden Kantonen war übrigens die SVP Hauptgegnerin der neuen Regelung.
Matthias Cantow
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Noch ein neues Wahlverfahren: der Doppelte Pukelsheim

Beitrag von Matthias Cantow »

Dazu auch der Nachtrag von Sebastian Maier in der Meldung „Referenden über Einführung biproportionaler Zuteilungsverfahren“.
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