Präsidentschaftswahlen in den USA
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peter
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Präsidentschaftswahlen in den USA
Hallo! Ich suche nach Material für eine Facharbeit über die Präsidentschaftswahlen in den USA. Der Titel könnte wie folgt lauten: "Präsidentschaftswahlen in den USA - Eine Weltmacht mit undemokratischem Wahlsystem?" Kennt jemand Quellen im Internet, wo ich mich über das Wahlsystem des US-Präsidenten im allgemeinen und über Kritiken sowie ggf. Lösungsvorschläge informieren kann? Danke
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juwie
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Präsidentschaftswahlen in den USA
Tja Peter, man könnte sich einfach auf dieser Site mal umgucken...
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Ralf Arnemann
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Präsidentschaftswahlen in den USA
> Der Titel könnte wie folgt lauten: "Präsidentschaftswahlen in den USA > - Eine Weltmacht mit undemokratischem Wahlsystem?" Selbst mit Fragezeichen dahinter: Eine derartig falsche Behauptung im Titel lassen sehr an Unvoreingenommenheit und Qualität der Arbeit zweifeln.
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John Rawls
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Präsidentschaftswahlen in den USA
Warum? Probleme und Grenzen des amerikanischen Wahlsystems werden ja hinlänglich genug diskutiert, durchaus mit diesem Duktus. Wenn du partout das System a priori verteidigen willst, kannst du ja getrost die Fragestellung als kritische Würdigung einer wohlmöglich fehlgeleiteten Rezeption verstehen. Lautete der Titel " Präsidentschaftswahlen in den USA - Eine Weltmacht mit demokratischem Wahlsystem? ", zweifelte ich deutlicher an de Unvoreingenommenheit. Und über die Qualität ist da ohnehin noch nichts gesagt. Michel Tourniers großartigem autobiographischem Essay „Le bonheur en Allemagne?“ wird man ja auch nichts vorwerfen können.
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peter
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Präsidentschaftswahlen in den USA
Das Ziel der Arbeit ist es ja - nachdem ich das System vorgestellt und analysiert habe - letztendlich in einem Fazit diese Frage zu beantworten. Ein Blick zurück zur Wahl 2000 nach Florida lässt schon so viele Schwierigkeiten im System erkennen, dass diese Frage keinesfalls unberechtigit ist. ;) Mal ganz abgesehen von der Finanzierung und Ähnlichem...
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Robert Z.
Präsidentschaftswahlen in den USA
Nun lautet das Thema nicht "Präsidentschaftswahlen in den USA - Eine Weltmacht mit *unperfektem* Wahlsystem?", sondern Präsidentschaftswahlen in den USA - Eine Weltmacht mit *undemokratischem* Wahlsystem?". Aber was die USA betrifft hat in Deutschland die Kritik ja schon seit Jahren jedes Maß verloren. Was m.E. nicht in der Facharbeit fehlen sollte sind Hinweise auf die auch im deutschen Wahlsystem vorhandenen Mängel (besonders "interne Überhangmandate"), die auch in Deutschland dazu führen können, daß wir einen "Minderheitskanzler" bekommen und die Wahl letzlich vor dem BVerfG entschieden werden muß. Ja, auch unser Wahlsystem hat schwere Mängel. Das sollte der Leser wissen, sonst kann er die Berichte über die Lage in den USA nicht einordnen. Die Berichterstattung der deutschen Medien über die USA ist übrigens mit Vorsicht zu genießen, glänzt sie doch oftmals durch selektive Themenauswahl, tendenziöse bis hetzerische Beiträge und parteipolitische Einseitigkeit. Wäre auch ein interessanter Aspekt, den ich in die Facharbeit einbringen würde.
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Florian
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Präsidentschaftswahlen in den USA
Ralf Arnemann hat recht. Dass das amerikanische Wahlsystem demokratisch ist, ist ja wohl offensichtlich. Die gewählte Fragestellung lässt daher kaum Raum für eine sinnvolle Analyse. Genauso wissenschaftlich wäre es, eine Arbeit mit dem Titel "Das Meer - eine feuchte Gegend?" zu verfassen. Nota bene: Natürlich ist in Florida einiges schief gelaufen. Und vielleicht ist auch die Wahlkampffinanzierung in Amerika anders geregelt als in Deutschland. Allerdings ist deshalb noch lange nicht das Wahlsystem undemokratisch. Zumindest nicht wenn man gängige Definitionen für "Wahlsystem" und für "demokratisch" zugrunde legt. Peter: Welche Indizien für ein undemokratisches Wahlsystem kannst Du denn aus der Wahl in Florida ableiten? (Wobei klar sein sollte, dass demokratisch nicht identisch sein muss mit einem repräsentativen Wahlsystem wie in Deutschland).
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John Rawls
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- Registriert: Fr 18. Nov 2005, 11:00
Präsidentschaftswahlen in den USA
@Alle Besserwisser: Eine Facharbeit ist keine Habilitationsschrift; kommt mal wieder auf den Teppich. Für eine Facharbeit ist die Fragestellung völlig okay, es kommt halt drauf an, was man draus macht. Und das WAhlsystem in den USA so seine überdurchsachnittlichen Macken hat, ist offensichtlich. Da muss man dem armen Jungen nicht gleich unterschwellig Antiamerikanismus vorwerfen. @Peter: Wenn du dir einen englischen Text auch zutraust, ist dieses Buch eine erstklassige Materialsamlung: John H. Fund : Stealing Elections: How Voter Fraud Threatens Our Democracy. Es zeigt in anschaulichen Beispiele und profunden Analysen auf, warum das amerikanische Wahlsystem so anfällig für Betrügereien aller Art und massiven Einflussnahmen durch lokale Politiker, pressure groups oder Rechtsanwälte ist. Es zeigt dabei die Manipulationen aller Beteiligten, demokratischen "Wählervereinigungen" genauso wie republikanische "Bürgerversammlungen". Zudem spart es nicht an wie skurillen Schilderungen, etwa, dass in Kalifornien ein Elefant im örtlichen Zoo in das Wählerverzeichnis eingetragen werden konnte. Oder dass in Florida ein achtjähriges Mädchen im Wählerverzeichnis nur dadurch auftauchte, dass seine Mutter gegen die Berufung in eine Jury prostetierte. Es schildert Beispiele, wie ein örtliches Gericht es mit dem Hinweis auf traditionelle Gepflogenheiten für zulässig erklärte, dass in einer traditionell republikanischen Gemeinde in Kansas die Stimmen, die vor dem Gottesdienst abgegeben wurden, ohne Auszählung verbrannt werden. Oder warum in Idaho ein demokratischer Diakon für alle Menschen in seiner Gemeinde stimmen darf, die blind und taubstumm sind - unabhängig von einer Registierung.
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Florian
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Präsidentschaftswahlen in den USA
@ John Rawls: Ok, vielleicht habe ich da etwas zu dünnhäutig reagiert. Aber um das Thema mal in ein anderes Licht zu rücken: Würde uns nicht auch stören, wenn die Arbeit den Titel hätte "Deutschland - ein Land mit undemokratischem Wahlsystem?". Und wenn die These dann gestützt würde durch die lange Liste der in Deutschland bestehenden skurillen Details.
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Bernhard Nowak
Präsidentschaftswahlen in den USA
Ich würde sagen: nicht das Wahlsystem in den USA ist undemokratisch; ein relatives Mehrheitswahlsystem hat ja auch Großbritannien. Problematisch war im Jahre 2000 der Umgang mit den als ungültig gekennzeichneten Wahlscheinen in Florida, insbesondere in Palm Beach und problematisch war meines Erachtens der - knapp ausfallende - Spruch des Obersten Gerichtshofes in den USA, die weitere Nachzählungen unterband (nicht aber der parallel mit größerer Mehrheit ergangene Spruch, dass es einheitliche Auszählungskriterien geben müsse). Natürlich sind auch solche Dinge, wie Elefanten als Wähler einzutragen, eigentlich kurios. Sie zeigen aber die Problematik des Fehlens eines Melderegisters. Insofern kann man sicherlich Teilaspekte des Auszählungsverfahrens bzw. der Wählerregistrierung rügen, ohne das Wahlsystem als solches undemokratisch zu nennen. Schlimm wäre allerdings, wenn der Verdacht, der bei den letzten Wahlen aufkam, dass Computer per Zufallsgenerator manipuliert worden seien, sich als wahr herausstellen würde. In dieser Hinsicht habe ich aber nichts mehr gehört. Problematisch mag auch sein, dass der Sieger an Stimmen, der popular vote, nicht immer identisch ist mit dem Sieger nach Staaten; aber dies war vom Gesetzgeber gewollt, um den kleinen Staaten ein größeres Wahlgewicht zu geben. Undemokratisch ist dies sicherlich nicht.